Prophylaxe

Der Zahnarzt spricht von einer Paradontitis, wenn Zahnfleisch und Knochen entzündet sind. Hier kann es zum Zahnverlust führen, wenn diese nicht behandelt wird. In der Gesellschaft gelten Zahnfleischentzündungen als weit verbreitete Gefahr. Sie sind deshalb so gefährlich, da sie zu Beginn keine Schmerzen aufweisen.
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Paradontitis – Wie entsteht sie?

Die Paradontitis beginnt mit einer Zahnfleischentzündung und tritt bereits schon in jungen Jahren auf. Je älter man wird, desto höher ist das Risiko an einer Paradontitis zu erkranken. Sie schreitet in der Regel nur langsam voran und entwickelt sich aus einer Zahnfleischentzündung, auch Gingivitis genannt. Von den Betroffenen bleibt sie meist unbemerkt, da sie anfangs selten mit Schmerzen verbunden ist.
Bakterielle Beläge auf den Zähnen und in den Zwischenräumen lösen die Entzündung aus. Das Zahnfleisch ist geschwollen, rot und kann bluten. Die Bakterien vermehren sich und gelangen in das Gewebe. Weiche Beläge verhärten sich und es entsteht Zahnstein. Besteht die Zahnfleischentzündung länger, kann sich das Zahnfleisch vom Zahn lösen. Die Entzündung greift auf den Knochen über, es entstehen Zahnfleischtaschen und der Zahnarzt kontrolliert diese mit einer Sonde. Ab einer Taschentiefe von 3,5mm besteht die Gefahr auf eine Paradontitis. Sie sollte immer behandelt werden.

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Wie wirkt die Krankheit?

Das Gewebe, was den Zahn hält, löst sich auf. Die Zähne wirken beim Lachen in den Spiegel länger. Der Entzündungszustand nimmt zu, was bedeutet, dass eine Blutung leichter entstehen kann. Der Zahn wird immer lockerer und der Lockerungsgrad nimmt ständig zu. Irgendwann kann der Zahn sogar spontan aus der Mundhöhle herausfallen oder zu starken Schmerzen führen, sodass der Zahnarzt diesen entfernen muss.

Paradontitis – weit verbreitete Volkskrankheit bei älteren Menschen

Eine Paradontitis, auch Parodontose genannt, zählt zu den häufigsten chronischen Erkrankungen weltweit. Es ist eine Entzündung des zahnumgebenden Gewebes (Zahnhalteapparat). Auch in Deutschland leiden viele Menschen unter Paradontitis. Laut aktueller deutscher Mundgesundheitsstudie (DMS V) leidet jeder zweite Erwachsene und zwei von drei Senioren an der Zahnfleischentzündung. Unbehandelt kann es ab der zweiten Lebenshälfte zu Zahnlockerung, Eiter, Zahnhälsen und sogar zu Zahnverlust kommen. Im Durchschnitt gehen mehr Zähne durch Paradontitis ab dem 50. Lebensjahr verloren als durch Karies.

Paradontitis ist eine chronische Krankheit

Wer an einer Paradontitis erkrankt ist, muss langfristig nachsorgen. Je nachdem wie stark diese vorangeschritten ist, sucht der Patient zwei bis viermal im Jahr den Zahnarzt auf.
Die professionelle Zahnreinigung ist ein Teil der Paradontitis-Therapie und trägt zur Behandlung einen großen Erfolg bei. Experten empfehlen unabhängig davon eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung.
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Paradontitis immer behandeln

Bei der Behandlung werden alle Zahnfleischtaschen gründlich gereinigt, um die Entzündung zu reduzieren. Bei Bedarf kommen zusätzlich spezielle Spülflüssigkeiten oder antibakterielle Medikamente zum Einsatz. Der Patient bekommt einen individuellen Hygieneplan. Danach muss der Zahnarzt oder eine speziell geschulte Mitarbeiterin die Zahnfleischtaschen regelmäßig kontrollieren und die Bakterien, sowie Ablagerungen auf den Zähnen und auf der Zahnfleischoberfläche, entfernen. Gute Mundhygiene, sowie regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt mit professioneller Zahnreinigung (PRZ) tragen einen entscheidenden Erfolg der Behandlung bei.

Paradontitis – Früherkennung beim Zahnarzt

Mit Hilfe des sogenannten Parodontalen Screening Index (PSI) kann der Zahnarzt bei der Kontrolluntersuchung eine mögliche Paradontitis feststellen. Alle zwei Jahre übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für die Paradontitis-Vorsorge. Das Zahnfleisch wird hierbei vom Zahnarzt untersucht, indem dieser eine für den Patienten kaum spürbare Sonde zur Untersuchung einsetzt. Mit der Sonde fährt er entlang des Zahnfleischs entlang und tastet das Gewebe zwischen den Zähnen ab. Er kontrolliert mögliche Blutungen und misst die Tiefe der Zahnfleischtaschen. Dadurch ergeben sich die Messwerte für den Index. Bei Härtefällen kann der Zahnarzt den betroffenen Kiefer röntgen. Hierdurch verschafft er sich ein genaues Bild vom Zustand des Kieferknochens.

Parodontitis vorbeugen

Um den schädlichen Zahnbelag zu entfernen, sollte der tägliche und gründliche Gebrauch von Zahnzwischenraumbürsten stattfinden. Zahnseide kann als Alternative bei engen Zahnzwischenräumen eingesetzt werden. Blutendes Zahnfleisch und Entzündungen können so erst gar nicht entstehen. Bei den empfohlenen halbjährlichen Kontrollen beim Zahnarzt, kann dieser erste Anzeichen für eine Zahnfleischentzündung erkennen und entsprechen behandeln.
Personen leiden bis zu 50 Prozent weniger an einer Parodontitis, wenn sie sich einer regelmäßigen professionellen Zahnreinigung unterziehen. Auch das täglich mindestens zweit minütige gründliche Zähneputzen sowie eine sorgfältige Mundhygiene trägt zur Prävention bei.
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Paradontitis – Frauen in den Wechseljahren sind häufig davon betroffen

Kommen Frauen in die Wechseljahre, sind Hitzewallungen und Schlafstörungen typische Symptome. Die hormonelle Veränderung kann aber auch zu einer hormonellen Gingivitis führen, also einer Zahnfleischentzündung. Die Bakterien können durch das angeschwollene Zahnfleisch besser passieren. Diese lassen schädigende Stoffwechselprodukte durch und bringen das Zahnfleisch zum Bluten. Frauen, die von einer Paradontitis betroffen sind, putzen ihre Zähne weniger und gründlich als zu vor, um Bluten und Schmerzen zu vermeiden. Das allerdings führt zu mehr Belag und zu einem erhöhten Risiko an Paradontitis zu erkranken. Frauen in den Wechseljahren sollten daher besonders auf ihre Mundhygiene achten. Ein halbjährlicher Kontrolltermin beim Zahnarzt ist ebenfalls zu empfehlen.

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