CMD

Wen das Kiefergelenk oder die Kaumuskulatur schmerzt, spricht man von einer Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD). Auch an anderen Körperteilen treten verschiedene Symptome auf. Die Ursache für chronische Rückenschmerzen muss kein Bandscheibenvorfall sein, sondern kann an einer CMD liegen, einer Fehlfunktion und Fehlstellung der Kiefergelenke.
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CMD – wie häufig

Funktionsstörungen wie diese treten häufiger auf als bislang vermutet. Im Jahr gehen 17,8 Millionen Arbeitstage, bezogen auf 100 Millionen Arbeitnehmer, aufgrund eines CMD verloren – so eine durchgeführte Studie in den USA. Eine volkswirtschaftliche Komponente, die nicht zu unterschätzen ist.

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Wie macht sich eine CMD bemerkbar?

Es treten Schmerzen an den Kiefergelenken und vor den Ohren auf und der Mund kann nur noch unter Schmerzen geöffnet werden. Alltägliche Erledigungen, wie das Einkaufen und andere Bewegungen, können die Schmerzen verschlimmern. Auch ein Knacken im Kiefergelenk ist möglich.

Ursache einer CMD

Unsere Kiefer passen im Idealfall richtig zueinander. Die Ober- und Unterkiefer versuchen die richtigen Kontaktpunkte zu finden, wenn Einflüsse die Kontaktpunkte der Kiefer stören. Eine CMD kann durch einen schiefen Biss, Traumas, Stress, OP’s oder durch eine fehlerhafte Haltung des Körpers verursacht werden. Stressbedingtes Pressen der Kiefer gehört ebenfalls dazu.

CMD Test

Ein CMD-Test ersetzt keinen Besuch bei einem Fach- oder Zahnarzt. Er bietet einen Anhaltspunkt und kann mit gewissen Fragen zur Aufklärung bereittragen, ob man von CMD betroffen ist.
Der CMD-Test beinhaltet sieben einfache Fragen bzw. einen selbstständigen Text. Sollte der Test auf eine mögliche CMD hinweisen, sollte der Zahnarzt sofort aufgesucht werden.
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Wie gehen Sie vor?

Mit Hilfe der sechs folgenden Prüfungen testen Sie Ihren Mund- und Kieferbereich.

  • Stellen Sie sich hierfür entspannt und aufrecht vor einen Spiegel
  • Folgen Sie den Anweisungen der sechs Prüfungen
  • Am Ende des jeweiligen Tests notieren Sie die Empfehlung mit ja (positiv) und nein (kein „Befund“)
  • Am Ende des jeweiligen Tests notieren Sie die Empfehlung mit ja (positiv) und nein (kein „Befund“)
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Mundöffnung schief?

Öffnet sich Ihr Mund bei kontrollierter langsamer Bewegung gerade (symmetrisch) oder ungerade (asymmetrisch)?
Vorgehensweise:

Öffnen Sie langsam und ruhig den Mund bis zur maximal möglichen Kieferöffnung.

Beobachten Sie dabei konzentriert, ob Ihre Mundöffnung gerade erfolgt, oder ob dabei Abweichungen nach rechts und/oder links von einer geraden Öffnungsbewegung auftreten.

Die Mundöffnungsbewegung ist normalerweise symmetrisch und geradlinig. Wenn eine in Form einer deutlichen Seitenabweichung zu einer Körperseite oder Abweichungen in Form einer S-förmigen Öffnungsbewegung auftreten, gilt der Befund als „positiv“. Notieren Sie in diesem Fall für die Auswertung bei der Frage 1 "JA".

Mundöffnung zu klein?

Wie weit lässt sich ihr Mund öffnen? Unabhängig von der Körpergröße beträgt die Weite der Kieferöffnung bei Erwachsenen etwa 38-40mm. Hierbei wird von der Schneidekante der Oberkieferzähne zur Schneidekante zur Unterkieferzähne gemessen.

Suchen bzw. messen Sie die Breite von Zeige- und Mittelfinger an einer Stelle die ca. 38 mm ausmacht.

Die Mundöffnung ist „normal“, wenn die abgemessene Distanz der beiden Finger zwischen den Schneidekanten passen. Sofern die beiden Finger nicht zwischen die Schneidekanten passen, gilt die Mundöffnung als „eingeschränkt“. Notieren Sie in diesem Fall für die Auswertung bei der Frage 2 "JA".

Die Mundöffnung ist „normal“, wenn die abgemessene Distanz der beiden Finger zwischen den Schneidekanten passen. Sofern die beiden Finger nicht zwischen die Schneidekanten passen, gilt die Mundöffnung als „eingeschränkt“. Notieren Sie in diesem Fall für die Auswertung bei der Frage 2 "JA".

Gelenkgeräusche?

Wenn Sie Ihren Mund öffnen, fühlen oder hören Sie im Bereich der Kiefergelenke ein Geräusch?

Legen Sie jeweils zwei Finger seitlich sanft in den Bereich Ihrer Kiefergelenke, also unterhalb der Schläfen bzw. vor den Ohren auf Ihre Wangenhaut.

Öffnen Sie nun langsam den Mund und achten dabei auf das Auftreten von Reibe- oder Knackgeräuschen im Bereich der Kiefergelenke. Achten Sie zudem darauf, ob Sie im Bereich der Kiefergelenke ungewöhnliche, sprunghafte Bewegungen tasten können

Sind solche abrupten Bewegungen ertastbar oder derartige Geräusche hörbar, dann liegt ein Befund vor. Notieren Sie in diesem Fall für die Auswertung bei der Frage 3 "JA".

Zähne treffen nicht zugleich aufeinander?

Beißen Sie Ihre Zähne zusammen und überprüfen Sie, ob die unteren und oberen Zähne alle gleichzeitig aufeinandertreffen. Treffen Ihre Zähne aufeinander oder gibt es einen vollständigen Zahnkontakt zwischen allen anderen Zähnen, wenn einige Zähne in Kontakt treten?

Öffnen Sie den Mund langsam und schließen Sie ihn zügig, während Sie gleichzeitig die Öffnungs- und Schließbewegung beobachten. Das Ziel ist eine unverfälschte und möglichst "natürliche" Schließbewegung.

Konzentrieren Sie sich dabei auf Ihre Zähne und fühlen Sie, ob beim Kieferschluß einer der Zähne früher als die anderen in Kontakt kommt. Sie können hierzu auch das Schließgeräusch auswerten.

Überprüfen Sie, ob mehrere Schließgeräusche kurz nacheinander auftreten, oder ob beim Kieferschluss ein einseitiges und kurzes Geräusch entsteht. Ein positiver Befund liegt bevor, wenn mehrere Kontakte nacheinander hörbar oder fühlbar sind. Notieren Sie in diesem Fall für die Auswertung bei der Frage 3 "JA".

Druck auf Wange

Die Kaumuskeln sollten zwar stark und leistungsfähig aber nicht überlastet oder verhärtet sein.

Schließen Sie die Lippen, aber beißen Sie nicht fest mit den Zähnen aufeinander.

Tasten Sie nun mit jeweils zwei Fingern rechts und links gleichzeitig im Bereich der Wange leicht oberhalb des Unterkieferknochens nach deutlich fühlbaren und verhärteten oder gar empfindlichen Partien.

Der Befund ist bereits „positiv“, wenn hier das Tasten Beschwerden bereitet oder ein harter Muskel deutlich abgrenzbar zu spüren ist. Gehen Sie zur sechsten Frage weiter. Wenn nicht, prüfen Sie mit Frage 5b weiter.

Druck auf Schläfe

Nun wird die Empfindlichkeit des Schläfenmuskels getestet. Genau wie bei dem Wangenmuskel zuvor.

Schließen Sie erneut den Mund entspannt, ohne fest zuzubeißen.

Tasten Sie nun mit jeweils zwei Fingern auf der rechten und linken Kopfseite nach dem dort befindlichen flächig ausstrahlenden Muskel - und zwar hinter den Augenbrauen und vor dem Haaransatz. (in dem Video ist der Schläfenmuskel oberhalb und hinter der Augenbraue ausgesprochen deutlich zu erkennen).

Tasten Sie nun beidseits gleichzeitig die entsprechende Zone aus und achten Sie dabei auf harte, deutlich ertastbare Strukturen unter der Haut bzw. auf eine empfindliche oder gar schmerzhafte Zone in dieser Region.

Der Befund ist positiv, wenn ein solcher Tastbefund auftritt. Die sechste Frage ist beim Kurzbefund mit „JA“ zu beantworten.

Druck hinter Kieferwinkel

Die letzte Untersuchung für ein Muskelbefund ist das Abtasten der Kieferwinkeln. Hier wird versucht, nach ungewöhnlich empfindlichen Muskeln in diesem Bereich zu finden.

Schließen Sie leicht den Mund und legen Sie jeweils einen Zeigefinger im Bereich unter und hinter dem Kieferwinkel an Ihren Hals.

Üben Sie nun jeweils gleichzeitig einen leichten Druck nach innen aus und prüfen Sie, ob hierbei ungewöhnliche Empfindlichkeiten entstehen.

Wenn sie körperlich gesund sind, also Sie nicht krank oder erkältet sind, was normalerweise zu einem Anschwollen der Lymphknoten führt, und Sie trotzdem Schmerzen haben, dann ist der Befund mit „JA“ zu beantworten.

Zähne abgeschliffen?

Haben Ihre Zähne im Laufe Ihres Alters Schleifspuren bekommen?

Beißen Sie mit Ihren Zähnen aufeinander und ziehen Sie dabei gleichzeitig die Lippen auseinander, so dass man wie bei einem „Filmstar-Lächeln“ die Ober- und Unterkieferzähne möglichst gut sieht.

Bewegen Sie nun die Unterkiefer abwechseln zur einen und zur anderen Seite und achten Sie dabei darauf, welche Zähne beim Kauen zur Seite miteinander in Kontakt stehen.

Ziehen Sie nun bei Bedarf die Lippen noch ein wenig weiter auseinander, um anschließend die betreffenden Zähne genauer betrachten zu können.

Der Befund ist positiv, wenn ein solcher Tastbefund auftritt. Die sechste Frage ist beim Kurzbefund mit „JA“ zu beantworten.